Gehörschutz im Arbeitsalltag

Alexander/ Februar 27, 2017/ Arbeitsschutz/ 0Kommentare

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Lärmschwerhörigkeit ist die Berufskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Bei Arbeiten in der Nähe von lauten Maschinen ist das Tragen eines Gehörschutzes am Arbeitsplatz seit Februar 2006 ab 85 dB(A) vorgeschrieben. Bereits für einen Schallpegel ab 80 db(A) wird vom Arbeitgeber gefordert einen geeigneten Gehörschutz zur Verfügung zu stellen.

Diese Regelung gilt auch für Musikveranstaltungen aller Art. Bei allen Veranstaltungen gilt die EU-Richtlinie für die Arbeitnehmer, die DIN 15905-5 für die zulässige Lautstärke, denen das Publikum ausgesetzt werden darf und der Rat, den Gehörschutz selbst in die Hand zu nehmen.

Die Dämmung eines Gehörschutzes befindet sich bei maximal 25 – 40 dB. Diese ist letztlich stark frequenz-, material- und anatomieabhängig. Um höhere Dämmwerte zu ermöglichen, kann ein im Ohr getragenes Gehörschutzsystem (Otoplastik oder Stöpsel) mit Kapselgehörschutz kombiniert werden.

Für den Arbeitsschutz zugelassene Gehörschützer werden immer nach einer Prüfnorm und unter Angaben ihres Dämmverhaltens in den Markt gebracht (HML-Werte). Für den einfacheren Vergleich von Gehörschutzsystemen wird ein Dämpfungswert angegeben. Dieser gibt einen Mittelwert über die Dämpfung an und ist somit nur als ungefährer Orientierungswert zu betrachten.

Unterschiedliche Dämpfungsmittel unterscheiden sich auch in derer Wirkung bei verschiedenen Frequenzen erheblich.

Aus Sicherheitsgründen wird daher in der Praxis bereits ein Abzug des angegebenen Dämpfungswertes gemacht. Dieser sieht wie folgt aus:

  • Stöpsel: – 9dB
  • Kapseln: – 5dB
  • Otoplastiken: – 3dB

 

Je nach Anbieter wird das Gehörschutzsystem in unterschiedlichen Gruppen aufgeführt. Diese können z.B. sein:

  • Aktive Kapselgehörschützer
  • Kapselgehörschützer
  • Bügelgehörschützer
  • Gehörschutzstöpsel (Vorgeformt / Vorzuformen)

 

Kapselgehörschutz

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Hierbei handelt es sich um geschlossene ohrumschließende Kapseln (vgl. Kopfhörer), die leicht angelegt und abgenommen werden können.

 

Gehörschutzstöpsel

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In Deutschland wird von der gesetzlichen Unfallversicherung wie folgt unterschieden:
  • fertig geformte Gehörschutzstöpsel einschließlich Gehörschutz-Otoplastiken
  • vor Gebrauch zu formende Gehörschutzstöpsel
  • Bügelstöpsel

Diese Ausführungen sind vergleichsweise kostengünstig und deshalb für den unregelmäßigen Gebrauch gut geeignet. Sie sind jedoch nicht sehr langlebig. Verunreinigte Stöpsel sollten sofern sie nicht ausdrücklich gereinigt werden können, nicht weiter genutzt werden. Ebenso verliert das Material (speziell Schaumstoff) seine Fähigkeit, sich nach dem Zusammenrollen wieder ausreichend auszudehnen.

Durch das Einsetzen kann die Tiefe selbst bestimmt werden. Hierbei kann es zu einer „Fehlbedienung kommen. Die Tiefe bestimmt nämlich über das verbleibende Luft-Restvolumen im äußeren Gehörgang zwischen Gehörschutz und Trommelfell. Je kleiner dieses Volumen ist, umso höher ist die mögliche Schalldämmung.

 

Otoplastiken

Diese Gehörschutz-Systeme werden aus Acryl, Silikon oder Fotoplast hergestellt. Dieses System muss individuell bei dem Hörgeräteakustiker angepasst und angefertigt werden.

 

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